← leistungsflow.de
Ratgeber · Zahlen

Doku-Doppelarbeit: Was das Abtippen Ihren Betrieb pro Jahr wirklich kostet

Aus der Praxis von zwei Elektro-Handwerksmeistern · Stand: Juli 2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten

Aufmaß auf dem Zettel, Stunden im Notizbuch, Fotos auf dem Handy – und im Büro wird alles noch einmal ins System übertragen. Diese Doppelarbeit fühlt sich nach Alltag an, nicht nach Kostenfaktor. Rechnen wir sie trotzdem einmal aus.

Die einfache Rechnung

Drei Zahlen genügen: Wie viele Monteure? Wie viele Stunden Doku-Doppelarbeit pro Monteur und Woche? Was kostet Sie die Monteursstunde intern?

Beispiel: 8-Mann-Betrieb

8 Monteure × 4 h/Woche × 55 €/h × 46 Arbeitswochen = 80.960 € pro Jahr.

Vier Stunden pro Woche klingen viel? Zählen Sie ehrlich: Zettel ausfüllen, Fotos verschicken und sortieren, abends nachtragen, Rückfragen vom Büro beantworten, Nachreichungen für den Auftraggeber. Bei vielen Betrieben sind es eher mehr.

Und das ist nur die direkte Arbeitszeit. Nicht eingerechnet: die Bürozeit fürs Abtippen und Sortieren, die Fehlerkosten (Übertragungsfehler, vergessene Positionen – was nicht erfasst ist, wird nicht abgerechnet) und die Zinskosten des Geldes, das wegen verspäteter Nachweise später auf dem Konto ankommt.

Warum diese Kosten unsichtbar bleiben

Doppelarbeit taucht in keiner Auswertung auf. Sie versteckt sich in „ganz normalen" Arbeitstagen – eine Viertelstunde hier, eine halbe abends, ein Bürotag „Doku aufholen" im Monat. Kein einzelner Posten tut weh; die Summe schon. Deshalb wird sie jahrelang mitgeschleppt, während über jede Materialpreiserhöhung diskutiert wird.

Was die Zahl fürs Gegensteuern bedeutet

Die gute Nachricht an einer so großen Zahl: Schon eine Halbierung der Doppelarbeit wäre im Beispiel ein mittlerer fünfstelliger Betrag pro Jahr – jedes Jahr. Das ist der Maßstab, an dem sich jede Verbesserung messen lassen muss: bessere Zettel bringen wenig, das Prinzip „einmal erfassen statt zweimal" bringt fast alles. Wenn das Aufmaß, das der Monteur vor Ort eintippt, direkt der Nachweis ist, entfällt die zweite Erfassung komplett – und mit ihr der Löwenanteil der Rechnung oben.

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen – auf unserer Startseite steht der Rechner zum Schieben.

Ihre Zahl ist sechsstellig? Dann sollten wir reden.

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an, wo bei Ihnen die Doppelarbeit steckt – und was sich mit vertretbarem Aufwand holen lässt.

Kostenloses Erstgespräch anfragen